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Juhuu, das neue Jahr geht gut los - hab gerade gesehen, dass mir Swoopo gestern noch ein sensationelles Silvestergeschenk per Mail geschickt hat (sollte ich mich doch getäuscht haben, und Swoopo ist gar keine Abzocke?): Einen Gutschein, der mir die Rückerstattung aller Swoopo-Bids für eine Auktion zusichert…

…wäre da nicht das Kleingedruckte, wodurch das Geschenk leider etwas relativiert wird. Die Rückerstattung der o.g. Bids erfolgt demnach nicht in Geld, sondern über Freebids, die nur innerhalb von 7 Tagen eingelöst werden können. Um also in den Genuss des Geschenks zu kommen muss ich nochmal so eine unsinnige Swoopo-Auktion durchmachen.

Was bedeutet dieses Geschenk nun für das Auktionssystem von Swoopo? Wen beschenkt Swoopo da denn jetzt genau - mich oder sich selbst?

Effekt 1 - Steigerung der Gebote im Aktionszeitraum
Durch die vermeintlich geschenkten Bids werden nun also im Aktionszeitraum, für den der Swoopo-Gutschein gültig ist, die Auktionen durch die Beschenkten schön in die Höhe getrieben => 1:0 für Swoopo!

Effekt 2 - Steigerung der Gebote in den nächsten 7 Tagen
Die Rückerstattung der Bids kostet Swoopo so gut wie gar nichts, da diese voraussichtlich für Bids eingesetzt werden, die sonst nicht gesetzt worden wären, wodurch die Auktionen also auch in den nächsten 7 Tagen (Einlösungszeitraum für die Freebids) künstlich nach oben getrieben werden => 2:0 für Swoopo!

Effekt 3 - Nichteinlösung der Freebids
Eine Vielzahl der Beschenkten wird aufgrund der Erfolglosigkeit in der “geschenkten Auktion” innerhalb der nächsten 7 Tage an keiner weiteren Auktion teilnehmen und die Freebids verfallen lassen => 3:0 für Swoopo!

Effekt 4 - Beschenkte User verstehen das Swoopo-System
Die Beschenkten werden feststellen, dass Swoopo (u.a. durch die Effekte 1-3) nicht zum Schnäppchenmachen geeignet ist und Swoopo ihnen nur das Geld aus der zieht (quod erat demonstrandum)! Viele von ihnen wird Swoopo nie wieder sehen => Eigentor für Swoopo - 3:1 für Swoopo.

Fazit:
Auch durch das Geschenk konnte mich Swoopo leider nicht von seiner Fairness und Sinnhaftigkeit für den User überzeugen. Ich bleib dabei - Swoopo ist die Online-Auktion für Leute die´s nicht verstanden haben. Swoopo hat es aber mit dem Gutschein einmal mehr gezeigt, das Geschäft sehr wohl verstanden zu haben - noch einmal Hut ab und mein Respekt.

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Ich habe mich gestern mal bei Swoopo angemeldet, um etwas tiefer in das System einzusteigen. Nachdem ich nun hinter die Logik von Swoopo gestiegen bin möchte ich erst einmal meinen Hut vor den Erfindern dieses System zücken. Swoopo ist Verkaufspsychologie in Reinform, Respekt.

Und hier das Erfolgsrezept von Swoopo:

1.Man nehme bekannte Markenartikel - vorwiegend aus dem Elektronikbereich

2. Man ködere mit exorbitant günstigen Schnäppchenpreisen die potentiellen Käufer, die zunächst noch nicht so ganz hinter das Gebotssystem steigen

3. 1-cent- bzw. 10-cent-Gebote verkaufe man für einen Preis von 50 cent

4. Nun werden die Punkte 1 bis 4 gut vermengt und mit jedem Gebot die Auktionslaufzeit um 15 Sekunden verlängert.

5. Das ganze lässt man dann ein paar Tage gehen und fertig ist die Multiplikation des eigentlichen Ladenpreises.

6. Der Käufer mit dem bei Ablauf höchsten Gebots bekommt nun sein Wunschgerät zu einem vermeintlichen Bruchteil des Ladenpreises.

7. Die Rechnung für die Ersparnis, sowie für die nicht unbeträchtlichen Gewinne von Swoopo bezahlen die Mitbietenden, die zuletzt leer ausgehen.


Swoopo noch einmal im Klartext zum Mitschreiben und Mitdenken:

Die Auktionen bei Swoopo starten bei 0,00 EUR. Jedes Gebot erhöht den aktuellen Preis je Auktionsmodus um 0,10 oder 0,01 EUR. Der Haken an der Sache ist allerdings, dass diese Gebote erst einmal vom Mitbietenden gekauft werden müssen - 1 Gebot, egal ob es 0,01 EUR oder 0,10 EUR Wert ist, kostet 0,50 EUR und kann bei Swoopo per Kreditkarte oder Paypal paketweise gekauft werden. Jedes Gebot verlängert die Auktion um 15 Sekunden, in Abhängigkeit vom Auktionsstadium um 20, 15 oder zuletzt 10 Sekunden (diese kleine Korrektur widme ich meinem Diskussionspartner Dr. Sick (s.u.) - vielen Dank nochmal für den Hinweis), in dieser Zeit können dann Mitbietende ihre Gebote abgeben. Wir ständig geboten läuft die Auktion zu einem festgelegten Zeitpunkt ab, der einige Tage nach Auktionsstart liegt. Meist laufen die Auktionen allerdings zuvor aus, da keiner mehr mitbietet. Das hört sich nicht schlecht an, könnten man sagen. Um das Gegenteil zu beweisen habe ich im Folgenden mal ein kleines Rechenbeispiel, das für sich und gegen den Kauf bei Swoopo spricht.


Rechenbeispiel zu Swoopo - so zieht man Käufern das Geld aus der Tasche:

Angeboten wird ein Toshiba LCD-Fernseher mit 37″ Bildschirmdiagonale. Der bei Swoopo angegebene Vergleichsladenpreis beträgt 949,00 EUR. Die Auktion ist als sog. 1-cent-Auktion festgelegt, wodurch jedes Gebot den Artikelpreis um 1 cent erhöht. Wenn ich mir nun mal den Preis betrachte, zu dem der Fernseher zuletzt bei Swoopo über den Ladentisch ging, liegt dieser bei 120,50 EUR. Augenscheinlich ein Top-Angebot, da der Aukionsgewinner eine Ersparnis von 949,00 EUR minus 120,50 EUR gleich 828,50 EUR durch Swoopo erwirtschaftet hat.

Was aber hat der Fernseher wirklich gekostet?

Um auf einen Auktionspreis von 120,50 EUR sind bei einem Gebotsschritt von 1 cent 12.050 Gebote erforderlich. Jedes dieser Gebote kostet die Auktionsteilnehmer 0,50 EUR. Damit nimmt Swoopo bei dieser Auktion 6.025 EUR an Gebotsgebühren ein - für einen Fernseher, der mit einem Verkaufspreis von 949,00 EUR angeben ist. Wenn wir jetzt mal bspw. 20 Mitbietende annehmen muss jeder von ihnen 300 EUR in die Auktion stecken, damit einer von ihnen der Glückliche ist, der den Fernseher für 300 EUR Gebotskosten zzgl. 120,50 EUR Kaufpreis, also für günstige 420,50 EUR erhält. Blöd nur, dass die anderen leer ausgehen.

Fazit zu Swoopo:

Aus Sicht von Swoopo ist dieses System mit Sicherheit die Lizenz zum Gelddrucken. Aus Sicht der Käufer ist viel Hilfsbereitschaft gefragt, um die anderen Mitbietenden bei ihren günstigen Käufen mit eigenen 0,50-EUR-Geboten zu unterstützen. Wenn ich mir die Aktivität der Mitbietenden anschaue, wird mir bewusst, wie Selbstlos die deutsche Bevölkerung Gutes für Andere tut - eifrig bieten sie für etwas mit, das sie nie erhalten werden. Ich kenne dieses System der Versteigerung nur von Charity-Auktionen, bei denen jeder sein Gebot auch wirklich bezahlen muss - unabhängig davon, ob er die Auktion gewinnt oder nicht. Schade nur, dass es sich bei Swoopo nicht um einen gemeinnützige Einrichtung oder eine Hilfsorganisation handelt…

>> Wer das alles nicht glaub, oder sich trotzdem bei Swoopo einkaufen möchte kann sich hier bei Swoopo anmelden!

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