Cooles Video mit C64-Sound vom feinsten und allem was an visuellen Eindrücken zu den 80ern dazugehört. Das Ganze in Legostein gemeißelt - unbedingt anschauen. Viel Spaß.

Wer mal einen wirklich hochwertigen Webdesigner braucht ist mit diesem jungen, dynamischen und flashmäßig perfektionistisch anmutenden Vertreter seiner Zunft sicherlich bestens bedient. Wer würde seine Website nicht gerne mit ansprechenden Videos, zischenden Raumschiff-Enterprise-Geräuschen oder hochmodernen zum Klicken einladenden Buttons aufhübschen? Überzeugen Sie sich selbst und zögern Sie nicht, wer nicht gleich zum Hörer greift ist selbst schuld - wenn Sie wollen wird der Großmeister der Flashkunst bereits heute Abend das Seitenlayout mit Ihnen durchsprechen. Tschaahauu…

>> und hier geht´s zur Website des Grandmaster Flash des 21. Jahrhunderts

Vor einigen Monaten habe ich einen Post zum Geschäftsmodell der Auktionsplattform Swoopo geschrieben haben. Der Post führte zu einer hitzigen Diskussion, in der die Meinungen über Swoopo von “tolle Schnäppchenplattform” bis “Betrug” reichten. Durch die steigende Präsenz in der deutschen Werbelandschaft und die Expansion von Swoopo ins europäische und außereuropäische Ausland - beides wahrscheinlich finanziert durch das 7,5-Millionen-Swoopo-Investment von August Capital Partners - wurde das Thema nun auch von den amerikanischen Medien aufgegriffen. Was mich natürlich besonders freut ist die Tatsache, dass positive Meldungen zu Swoopo - mal abgesehen von den offiziellen Pressemitteilungen der Swoopo-PR-Agentur - extrem dünn gesät sind, wohingegen die deutschen und internationalen Medien Swoopo ebenfalls mit extrem kritischen Augen sehen.

So stellt bspw. Mark Gimein in seinem Artikel in der Washington Post am 12. Juli “At Swoopo, Shopping’s Steep Spiral Into Addiction” die Frage an die Leser, was sie als Betreiber eines Online-Shops tun würde,n um seine Kunden so effizient wie möglich von ihrem Geld zu trennen. Die Antwort lautet (frei übersetzt): Sie würden wahrscheinlich versuchen, Käufer durch Schnäppchenpreise anzuziehen und sie dann in einer Auktion gegeneinander ausspielen. Sie würden die Kunden dazu bewegen, schnelle Entscheidungen zu treffen, ohne sich die Zeit zu nehmen, darüber nachzudenken, wieviel Geld sie gerade ausgeben. Obendrein verlangen Sie zu jeder Zeit nur sehr kleine Geldbeträge, die jedoch Zahlungen von ein paar Cent bis hin zu hunderte von Dollar zulassen.

Darüber schreibt Marg Gimein - ebenfalls frei übersetzt - Swoopo…
…kombiniert den Suchtfaktor von Auktionen mit den Gewinnaussichten von Lotterien zur verschlagensten Methode aller Zeiten, um die Leute von ihrem Geld zu trennen.
…ist eine Online-Auktionsplattform, die auf teuflische Art und Weise mit dem irrationalen Drang jedes Käufers spielt, um ihn in das hineinzuziehen, das Crack unter den Online-Shoppingplattformen sein dürfte.
…spielt die Erkenntnisse aus der Spieltheorie (der Ökonomen Daniel Kahnemann und Amos Tversky) wirkungsvoll aus, um seine Käufer zu schlechten Entscheidungen zu bewegen.
…ist das böse Stiefkind der Spieltheorie und der Verhaltensökonomie.

Dieser kritischen Meinung schließt sich auch Freakonomics, der Blog der New York Times, in seinem Post “Shopping for Gamblers” an. Diese und wahrscheinlich noch viele weitere Negativmeldungen in der breiten internationalen Öffentlichkeit dürften wahrscheinlich letzten Endes Swoopo zu einer kleinen Neuausrichtung veranlasst haben. In der letzten Swoopo Pressemitteilung ist zu lesen, dass Swoopo jetzt auch die Möglichkeit bietet, laufende Auktionen abzubrechen und Artikel sofort zu kaufen. Heise Online begründet diesen Schritt damit, dass einerseits das neue Swoopo System fairer und - gerade für Kunden, die bereits viel Geld bei Swoopo in nicht gewonnenen Auktionen versenkt haben - attraktiver wird und sich Swoopo andererseits durch den Verkauf von mehreren Produkten je Auktion ein Umsatzwachstum erhofft. Ich persönlich habe mir das neue System noch nicht genauer angesehen, stimme Heise Online aber nur im ersten Punkt zu, das zweite Argument sehe ich etwas anders. Folge des Mehrfachverkaufs könnte zwar ein Umsatzwachstum sein, jedoch müsste der Gesamterfolg des Unternehmens eher sinken, da die Marge auf die zusätzlich verkauften Produkte deutlich geringer sein muss (wie in meinem letzten Post zu Swoopo beschrieben, lag diese teilweise im 4-stelligen Prozentbereich und das kann mit dem regulären Verkauf von Elektronikartikeln bei Verzicht auf die bisherigen sehr zweifelhaften Auktionsmechanismen sicher nicht erzielt werden). Hinzu kommt, dass das das eigentliche Entertainment-Shoppingsystem von Swoopo komplett verwässert wird und kein vernünftiger / rational denkender Swoopo-User, der das System durchschaut hat das alte System einsetzen wird.

Für mich ist dieser Schritt eher ein Ausweg aus der kritikbehafteten Öffentlichkeit - weg von der unseriösen Auktions- / Glücksspielplattform hin zu einem langfristig angelegten Shoppingkonzept, um nicht nach 2 Jahren wieder den Namen / die Marke, die durch wahrscheinlich nicht unerhebliche Werbespendings aufgebaut wurden aufgrund des Reputationsverlusts wieder einstampfen zu müssen (wie damals die Umfirmierung Telebid in Swoopo). Dass auch dem Investor August Capital Partners etwas an der längerfristigen Reputation liegen dürfte zeigt deren Sinneswandel. So begründete Howard Hartenbaum, Partner bei August Capital, die Entscheidung für die Investition in Swoopo im April 2009 mit folgender Aussage: „Swoopo ist ein innovatives Businessmodell, das Shopping mit Spaß verbindet. Die Kombination von Schnäppchenjagd und Entertainment hat uns überzeugt.“ Mittlerweile wurde dem Investor offensichtlich auch bewusst, dass das bisherige Geschäftsmodell auf der Abzocke der Kunden beruht und somit für eine 7,5-Millionen-Euro-Investition auf zu kurzfristige Profits ausgerichtet war. In seinem Post “We’re Trying To Be Less Evil. Really” schreibt Mark Gimein am 10.07.2009, dass Howard Hartenbaum das Problem und die Gründe für die negative Presse von Swoopo erkannt und verstanden hätte und ihn gebeten hätte, etwas über die Veränderungen von Swoopo in ein faireres System für die Käufer zu schreiben.

Mein Fazit:
Swoopo geht mit dieser Neuausrichtung - wenn auch nicht ganz unfreiwillig, sondern um einem bevorstehenden Komplett-Reputationsverlust vorzubeugen - einen Schritt in die richtige Richtung, der offenbar auch vom Investor initiiert wurde, um Swoopo von einer kurzfristigen Abzockveranstaltung in ein langfrstiges und nachhaltiges Online-Shoppingkonzept zu verwandeln. Leider ist offensichtlich Swoopo selbst von diesem Schritt noch nicht so ganz überzeugt, sonst hätten sie sich nicht die Möglichkeit eingeräumt, das neue Modell nur als Test anzulegen und es jederzeit wieder einstellen zu können. Natürlich kann Swoopo nicht einschätzen, wieviele der Kunden das neue System überhaupt annehmen werden. Sollte sich jedoch herausstellen, dass die Mehrheit das sichere Bezahlsystem annimmt und nicht mehr das extrem risikobehaftete Gebotssystem zum Kauf der Produkte nutzt, muss sich Swoopo von Margen im Bereich >1.000% verabschieden und schwimmt nur noch im Teich der anderen Onlineshops mit. Damit können zwar auch langfristige Erträge erzielt werden, so sexy wie es war wird es damit aber aus Unternehmens- und Investorensicht nie wieder sein. Die Frage die sich also stellt: Noch ein paar Monate Abzocken oder langfristig den Arsch retten? Mal sehen wie es weitergeht…

>> WEITERFÜHRENDE POSTS ZU SWOOPO AUF ALLES2NULL.DE:

- Swoopo verdient pro Auktion rund 271,- EUR

- Glücksspielauktionen dürfen staatlich verordnet weiter machen

- Swoopo blendet mit TÜV-Zertifikat

- Wo sind die Swoopo-Gewinner?

- Ist Swoopo doch Abzocke?

- Swoopo.de: Notebook für 19.462,50 EUR - Ein Schnäppchen?

- Neues von Swoopo.de

- Nein… Swoopo.de ist nicht betrügerisch…

Wer ihn noch nicht kennt muss ihn unbedingt mal ausprobieren, den Akinator. Man denkt sich eine Figur - ganz egal, ob Musiker, Schauspieler, Comicfigur oder auch völlig Unprominente, wie Chef, Nachbar oder Hund der Eltern. Der Akinator stellt dann ein paar Fragen und sagt einem mit extrem hoher Treffer-Wahrscheinlichkeit, woran man gerade gedacht hat. Helge Schneider, Elvis, Homer Simpson u.v.m. wurden in meinen Tests korrekt erraten, der Hund meiner Freundin wurde als Hund meiner Eltern ausgelegt - das kann man noch verzeihen. Was ich dem Akinator aber etwas übel nehme ist, dass er den Monaco Franze mit Heinz Rühmann verwechselt hat!

>> Hier geht´s zum Akinator…

Also los - einfach mal ausprobieren und Eure Erfahrungen hier posten!

Ja, ja, wenn die ersten Sonnenstrahlen rauskommen lässt der Wiener gern mal die Hosen runter bestellt sich ein Seiterl Bier (oder auch mal ein Krügerl) auf der Donauinsel und diskutiert angeregt mit Gleichgesinnten. Ein lustiges Völkchen, unsere Nachbarn…

(Danke Michi für dieses Schmankerl)

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