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Vor einigen Tagen hat The Guardian ja mal einen kleine Jahresrückblick zum Thema “Die besten Viral-Spots 2008″ gepostet.

Mein absoluter Favorit - auch wenn Fußball jetzt nicht meine größte Leidenschaft ist - ist der Spot von Electronic Arts für das neue PLaystation-Fußballgame FIFA Street 3. Wirklich cool, voilà:

>>Die restlichen Viral-Spots 2008 findet Ihr direkt im Jahresrückblick von The Guardian

Ich habe mich gestern mal bei Swoopo angemeldet, um etwas tiefer in das System einzusteigen. Nachdem ich nun hinter die Logik von Swoopo gestiegen bin möchte ich erst einmal meinen Hut vor den Erfindern dieses System zücken. Swoopo ist Verkaufspsychologie in Reinform, Respekt.

Und hier das Erfolgsrezept von Swoopo:

1.Man nehme bekannte Markenartikel - vorwiegend aus dem Elektronikbereich

2. Man ködere mit exorbitant günstigen Schnäppchenpreisen die potentiellen Käufer, die zunächst noch nicht so ganz hinter das Gebotssystem steigen

3. 1-cent- bzw. 10-cent-Gebote verkaufe man für einen Preis von 50 cent

4. Nun werden die Punkte 1 bis 4 gut vermengt und mit jedem Gebot die Auktionslaufzeit um 15 Sekunden verlängert.

5. Das ganze lässt man dann ein paar Tage gehen und fertig ist die Multiplikation des eigentlichen Ladenpreises.

6. Der Käufer mit dem bei Ablauf höchsten Gebots bekommt nun sein Wunschgerät zu einem vermeintlichen Bruchteil des Ladenpreises.

7. Die Rechnung für die Ersparnis, sowie für die nicht unbeträchtlichen Gewinne von Swoopo bezahlen die Mitbietenden, die zuletzt leer ausgehen.


Swoopo noch einmal im Klartext zum Mitschreiben und Mitdenken:

Die Auktionen bei Swoopo starten bei 0,00 EUR. Jedes Gebot erhöht den aktuellen Preis je Auktionsmodus um 0,10 oder 0,01 EUR. Der Haken an der Sache ist allerdings, dass diese Gebote erst einmal vom Mitbietenden gekauft werden müssen - 1 Gebot, egal ob es 0,01 EUR oder 0,10 EUR Wert ist, kostet 0,50 EUR und kann bei Swoopo per Kreditkarte oder Paypal paketweise gekauft werden. Jedes Gebot verlängert die Auktion um 15 Sekunden, in Abhängigkeit vom Auktionsstadium um 20, 15 oder zuletzt 10 Sekunden (diese kleine Korrektur widme ich meinem Diskussionspartner Dr. Sick (s.u.) - vielen Dank nochmal für den Hinweis), in dieser Zeit können dann Mitbietende ihre Gebote abgeben. Wir ständig geboten läuft die Auktion zu einem festgelegten Zeitpunkt ab, der einige Tage nach Auktionsstart liegt. Meist laufen die Auktionen allerdings zuvor aus, da keiner mehr mitbietet. Das hört sich nicht schlecht an, könnten man sagen. Um das Gegenteil zu beweisen habe ich im Folgenden mal ein kleines Rechenbeispiel, das für sich und gegen den Kauf bei Swoopo spricht.


Rechenbeispiel zu Swoopo - so zieht man Käufern das Geld aus der Tasche:

Angeboten wird ein Toshiba LCD-Fernseher mit 37″ Bildschirmdiagonale. Der bei Swoopo angegebene Vergleichsladenpreis beträgt 949,00 EUR. Die Auktion ist als sog. 1-cent-Auktion festgelegt, wodurch jedes Gebot den Artikelpreis um 1 cent erhöht. Wenn ich mir nun mal den Preis betrachte, zu dem der Fernseher zuletzt bei Swoopo über den Ladentisch ging, liegt dieser bei 120,50 EUR. Augenscheinlich ein Top-Angebot, da der Aukionsgewinner eine Ersparnis von 949,00 EUR minus 120,50 EUR gleich 828,50 EUR durch Swoopo erwirtschaftet hat.

Was aber hat der Fernseher wirklich gekostet?

Um auf einen Auktionspreis von 120,50 EUR sind bei einem Gebotsschritt von 1 cent 12.050 Gebote erforderlich. Jedes dieser Gebote kostet die Auktionsteilnehmer 0,50 EUR. Damit nimmt Swoopo bei dieser Auktion 6.025 EUR an Gebotsgebühren ein - für einen Fernseher, der mit einem Verkaufspreis von 949,00 EUR angeben ist. Wenn wir jetzt mal bspw. 20 Mitbietende annehmen muss jeder von ihnen 300 EUR in die Auktion stecken, damit einer von ihnen der Glückliche ist, der den Fernseher für 300 EUR Gebotskosten zzgl. 120,50 EUR Kaufpreis, also für günstige 420,50 EUR erhält. Blöd nur, dass die anderen leer ausgehen.

Fazit zu Swoopo:

Aus Sicht von Swoopo ist dieses System mit Sicherheit die Lizenz zum Gelddrucken. Aus Sicht der Käufer ist viel Hilfsbereitschaft gefragt, um die anderen Mitbietenden bei ihren günstigen Käufen mit eigenen 0,50-EUR-Geboten zu unterstützen. Wenn ich mir die Aktivität der Mitbietenden anschaue, wird mir bewusst, wie Selbstlos die deutsche Bevölkerung Gutes für Andere tut - eifrig bieten sie für etwas mit, das sie nie erhalten werden. Ich kenne dieses System der Versteigerung nur von Charity-Auktionen, bei denen jeder sein Gebot auch wirklich bezahlen muss - unabhängig davon, ob er die Auktion gewinnt oder nicht. Schade nur, dass es sich bei Swoopo nicht um einen gemeinnützige Einrichtung oder eine Hilfsorganisation handelt…

>> Wer das alles nicht glaub, oder sich trotzdem bei Swoopo einkaufen möchte kann sich hier bei Swoopo anmelden!

>> WEITERFÜHRENDE POSTS ZU SWOOPO AUF ALLES2NULL.DE:

- Swoopo verdient pro Auktion rund 271,- EUR

- Glücksspielauktionen dürfen staatlich verordnet weiter machen

- Swoopo blendet mit TÜV-Zertifikat

- Wo sind die Swoopo-Gewinner?

- Ist Swoopo doch Abzocke?

- Swoopo.de: Notebook für 19.462,50 EUR - Ein Schnäppchen?

- Neues von Swoopo.de

- Nein… Swoopo.de ist nicht betrügerisch…

Tschibo (PLatz 1) und Ebey (Platz 2) belegen die obersten Positionen im Medallienspiegel (Platz3) der häufigsten Tippfehler in Suchmaschienen (Platz 6) wie Goggel (Platz 4) & Co. Aus der Prominentenecke sind in dieser Highscore sowohl der Barde Buschido (Platz 7) und Frau Üpsilanti (Platz 10) vertreten. Ob es kurz vor Nikolaus einen Rutenplaner (Platz 5) geben sollte sei mal dahingestellt, jedenfalls sollte besagter Nikolaus einen Haufen Onlein Spiele (Platz 9) im Sack haben, wenn er seine Runde dreht und die Familien in ihren Immobielien (Platz 8) mit seiner Anwesenheit beglückt…

Wer die Tippfehler und weitere mehr oder weniger interessante Themen aus der Welt der Suchmaschinen (!) nachlesen will findet diese wunderschön aufbereitet auf der allseits beliebten Website bild.de.

>> Post in Englisch:To everybody - Üpsilanti one writes with Üpsilon!

Tschibo (BURST 1) and Ebey (place 2) the uppermost positions in the Medallienspiegel (place 3) of the most frequent typing mistakes in Suchmaschienen (place 6) like Goggel (place 4) book & Co. From the public figure’s corner are represented in this high score the bard Buschido (place 7) and Mrs. Üpsilanti (place 10). Whether there should be a Rutenplaner (place 5) shortly before Nikolaus is sometimes dahingestellt, in any case, aforesaid Nikolaus should have a heap Onlein Spiele (place 9) in the bag if he turns his round and makes happy the families in her Immobielien (place 8) with his presence…

Who wants to read up the typing mistakes and other more or less interesting subjects from the world of the searching machines (!) this finds wonderfully processed on the website popular everywhere bild.de.

>> Post in German: An alle: Üpsilanti schreibt man mit Üpsilon!

Mit MSN Movies geht die kostenlose Online-Videothek von Microsoft an den Start. Wer hätte gedacht, dass Microsoft mal etwas verschenkt - ganz selbstlos machen sie das natürlich nicht. Man verspricht sich davon zusätzliche Werbeeinnahmen, die vor und während der Filme in unterschiedlichen, wenig störenden Formaten eingeblendet werden.

Die Auswahl ist zwar noch nicht berauschend, dafür gibt´s die Filme in bester Qualität und gratis - hoffentlich wird das Angebot auch noch weiter ausgebaut, bevor sich rausstellt, dass die Werbeeinnahmen diese kostenlose Plattform doch nicht tragen.

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