Archive for Dezember, 2008

Ich habe mich gestern mal bei Swoopo angemeldet, um etwas tiefer in das System einzusteigen. Nachdem ich nun hinter die Logik von Swoopo gestiegen bin möchte ich erst einmal meinen Hut vor den Erfindern dieses System zücken. Swoopo ist Verkaufspsychologie in Reinform, Respekt.

Und hier das Erfolgsrezept von Swoopo:

1.Man nehme bekannte Markenartikel - vorwiegend aus dem Elektronikbereich

2. Man ködere mit exorbitant günstigen Schnäppchenpreisen die potentiellen Käufer, die zunächst noch nicht so ganz hinter das Gebotssystem steigen

3. 1-cent- bzw. 10-cent-Gebote verkaufe man für einen Preis von 50 cent

4. Nun werden die Punkte 1 bis 4 gut vermengt und mit jedem Gebot die Auktionslaufzeit um 15 Sekunden verlängert.

5. Das ganze lässt man dann ein paar Tage gehen und fertig ist die Multiplikation des eigentlichen Ladenpreises.

6. Der Käufer mit dem bei Ablauf höchsten Gebots bekommt nun sein Wunschgerät zu einem vermeintlichen Bruchteil des Ladenpreises.

7. Die Rechnung für die Ersparnis, sowie für die nicht unbeträchtlichen Gewinne von Swoopo bezahlen die Mitbietenden, die zuletzt leer ausgehen.


Swoopo noch einmal im Klartext zum Mitschreiben und Mitdenken:

Die Auktionen bei Swoopo starten bei 0,00 EUR. Jedes Gebot erhöht den aktuellen Preis je Auktionsmodus um 0,10 oder 0,01 EUR. Der Haken an der Sache ist allerdings, dass diese Gebote erst einmal vom Mitbietenden gekauft werden müssen - 1 Gebot, egal ob es 0,01 EUR oder 0,10 EUR Wert ist, kostet 0,50 EUR und kann bei Swoopo per Kreditkarte oder Paypal paketweise gekauft werden. Jedes Gebot verlängert die Auktion um 15 Sekunden, in Abhängigkeit vom Auktionsstadium um 20, 15 oder zuletzt 10 Sekunden (diese kleine Korrektur widme ich meinem Diskussionspartner Dr. Sick (s.u.) - vielen Dank nochmal für den Hinweis), in dieser Zeit können dann Mitbietende ihre Gebote abgeben. Wir ständig geboten läuft die Auktion zu einem festgelegten Zeitpunkt ab, der einige Tage nach Auktionsstart liegt. Meist laufen die Auktionen allerdings zuvor aus, da keiner mehr mitbietet. Das hört sich nicht schlecht an, könnten man sagen. Um das Gegenteil zu beweisen habe ich im Folgenden mal ein kleines Rechenbeispiel, das für sich und gegen den Kauf bei Swoopo spricht.


Rechenbeispiel zu Swoopo - so zieht man Käufern das Geld aus der Tasche:

Angeboten wird ein Toshiba LCD-Fernseher mit 37″ Bildschirmdiagonale. Der bei Swoopo angegebene Vergleichsladenpreis beträgt 949,00 EUR. Die Auktion ist als sog. 1-cent-Auktion festgelegt, wodurch jedes Gebot den Artikelpreis um 1 cent erhöht. Wenn ich mir nun mal den Preis betrachte, zu dem der Fernseher zuletzt bei Swoopo über den Ladentisch ging, liegt dieser bei 120,50 EUR. Augenscheinlich ein Top-Angebot, da der Aukionsgewinner eine Ersparnis von 949,00 EUR minus 120,50 EUR gleich 828,50 EUR durch Swoopo erwirtschaftet hat.

Was aber hat der Fernseher wirklich gekostet?

Um auf einen Auktionspreis von 120,50 EUR sind bei einem Gebotsschritt von 1 cent 12.050 Gebote erforderlich. Jedes dieser Gebote kostet die Auktionsteilnehmer 0,50 EUR. Damit nimmt Swoopo bei dieser Auktion 6.025 EUR an Gebotsgebühren ein - für einen Fernseher, der mit einem Verkaufspreis von 949,00 EUR angeben ist. Wenn wir jetzt mal bspw. 20 Mitbietende annehmen muss jeder von ihnen 300 EUR in die Auktion stecken, damit einer von ihnen der Glückliche ist, der den Fernseher für 300 EUR Gebotskosten zzgl. 120,50 EUR Kaufpreis, also für günstige 420,50 EUR erhält. Blöd nur, dass die anderen leer ausgehen.

Fazit zu Swoopo:

Aus Sicht von Swoopo ist dieses System mit Sicherheit die Lizenz zum Gelddrucken. Aus Sicht der Käufer ist viel Hilfsbereitschaft gefragt, um die anderen Mitbietenden bei ihren günstigen Käufen mit eigenen 0,50-EUR-Geboten zu unterstützen. Wenn ich mir die Aktivität der Mitbietenden anschaue, wird mir bewusst, wie Selbstlos die deutsche Bevölkerung Gutes für Andere tut - eifrig bieten sie für etwas mit, das sie nie erhalten werden. Ich kenne dieses System der Versteigerung nur von Charity-Auktionen, bei denen jeder sein Gebot auch wirklich bezahlen muss - unabhängig davon, ob er die Auktion gewinnt oder nicht. Schade nur, dass es sich bei Swoopo nicht um einen gemeinnützige Einrichtung oder eine Hilfsorganisation handelt…

>> Wer das alles nicht glaub, oder sich trotzdem bei Swoopo einkaufen möchte kann sich hier bei Swoopo anmelden!

>> WEITERFÜHRENDE POSTS ZU SWOOPO AUF ALLES2NULL.DE:

- Swoopo verdient pro Auktion rund 271,- EUR

- Glücksspielauktionen dürfen staatlich verordnet weiter machen

- Swoopo blendet mit TÜV-Zertifikat

- Wo sind die Swoopo-Gewinner?

- Ist Swoopo doch Abzocke?

- Swoopo.de: Notebook für 19.462,50 EUR - Ein Schnäppchen?

- Neues von Swoopo.de

- Nein… Swoopo.de ist nicht betrügerisch…

Konsumgutscheine sind die neu erfundenen Lebensmittelmarken des 3. Jahrtausends und werden seit gestern als die SPD-Wunderwaffe im erbitterten Kampf gegen die Rezession propagiert. Mit 500 geschenkten Euros soll damit jeder Bundesbürger seinen Beitrag zur Ankurbelung der Binnenkonjunktur leisten. Lediglich 200 Euro “Selbstbeteiligung” muss er bei seinem Einkauf auf den Konsumgutschein drauflegen, um sich als guter konsumorientierter Bürger am wirtschaftlichen Aufschwung zu beteiligen. So nett sich der Konsumgutschein in Politikerreden anhört, so löchrig ist auch dessen Umsetzung in der Realität. Ein paar Fragen wirft diese Idee des Konsumgutscheins schon auf:

1. Wie sieht die Bezahlung aus, wenn der Rechnungsbetrag nicht exakt 700 Euro beträgt?
Besteht der Konsumgutschein aus 500 Coupons, die jeweils mit 0,40 Euro Eigenanteil ergänzt werden müssen, um zumindest halbwegs eurogenaue Rechnungsbeträge bezahlen zu können? Oder verfällt der restliche Konsumgutschein einfach nach dem ersten Einkauf?
In letzterem Fall wäre die logische Konsequenz, dass die wirklich Bedürftigen den nächsten Sat1-Film-Film zwar vor ihrem nagelneuen 42″-TFT-Fernseher genießen, auf nettes Beiwerk wie Bier und Chips aber verzichten müssen. Jedem ist klar, dass dieses Beispiel die Folgen etwas überspitzt darstellt. Aber mal im Ernst: Wann hatte jemand zuletzt 700 EUR auf seiner Aldi-Rechnung stehen?
Was ich damit sagen möchte: Der 500-Euro-Konsumgutschein, der nur als ganzes eingesetzt werden kann dient der Luxusfinanzierung. Dass einige Bundesbürger davon aber lieber 2-3 Monate ihren Magen füllen würden wird bei diesem Modell leider nicht berücksichtigt.

2. Wie soll die Verteilung der Konsumgutscheine erfolgen?
Ich gehe schwer davon aus, dass diese per Post verschickt werden sollten. Wird es also am Tag der Ausgabe zu Briefkastenplünderungen oder Überfällen auf Briefträger kommen, die plötzlich neben ihren Postwurfsendungen auch noch Konsumgutscheine in Höhe mehrerer Hunderttausend Euro auf ihrem Fahrrad transportieren?

3. Sind die Konsumgutscheine personalisiert und nur vom Empfänger einlösbar oder sind sie übertragbar?
Im Falle der Übertragbarkeit eröffne ich hier auf der Stelle eine Zweitmarkt-Plattform, auf der diejenigen, die gerade keinen neuen Fernseher benötigen, sondern lieber Chips vor ihrem alten essen, ihre Konsumgutscheine gegen einen noch zu definierenden Abschlag veräußern können.


Fazit:
Meine Entscheidung steht fest: Ich bin gegen die Einführung der Konsumgutscheine und für die Verteilung des 450-Euro- Volksfernsehers zzgl. eines Home-Cinema-Verzehrpakets bestehend aus Chips, Bier und Limo für die Kleinen. Das kurbelt ebenfalls die Konjunktur an, die Mittel können gezielt an den deutschen Elektronikhersteller fließen, der dafür auch wieder eine Produktionsstätte aus Fernost nach Deutschland verlagert und der sozialistische Gedanke zur Vermeidung von Neid und MIssgunst unter der Bevölkerung kann reduziert werden - gleicher Fernseher für alle. Wenn auch ansonsten völlig unpolitisch habe ich beschlossen hierfür die Deutsche Konsum- und Fernsehpartei zu gründen, um o.g. Ziele tatkräftig in die Realität umzusetzen und bin dafür natürlich für jedes Feedback aufgeschlossen. Ich freue mich auf Kommentare…

>> Post in Englisch: Consumer goods notes - New televisions for everybody

Consumer goods notes are the food brands fictitious anew of the 3rd millennium and are propagated since yesterday as the SPD-miracle weapon in the bitter fight against the recession. With 500 given euros every German citizen should make with it his contribution to the boost of the Binnenkonjunktur. He must lay out only 200 euros of “deduction” with his purchase on the consumer goods light to take part as a good consumption-oriented citizen in the economic impetus. So nicely itself the consumer goods light listens in politician’s talking, thus löchrig his conversion is also in the reality. This idea of the consumer goods light already raises a few questions:

1. How does the payment look if the invoice amount does not amount precisely to 700 euros?

Does the consumer goods light exist of 500 coupons which must be complemented in each case with 0.40 euros of own portion to be able to pay at least more or less euroexact invoice amounts? Or does the remaining consumer goods light simply go to ruin after the first purchase? In the latter case would be the logical consequence that the really destitute enjoy the next Sat1 film film though before her brand new 42  TFT televisions, however, must renounce nice accessories like beer and chips. To everybody it is clear that this example the results something exaggerates explains. But sometimes seriously: When did somebody have last 700 EUR on his Aldi calculation stand? What I would like to say with it: The 500-euro-consumer goods light which can be used only as the whole serves the luxury financing. The fact that, unfortunately, some German citizens of it, however, rather 2-3 months will became fill her stomach with this model not considers.

2. How should the distribution of the consumer goods notes occur?

I hard assume from the fact that these should be sent by post. Will it come on the day of the issue to mailbox lootings or raids on the mailmen who still transport consumer goods notes by height several hundred thousand euros on her bicycle suddenly beside her bulk mail consignments?

3. Are the consumer goods notes personalised and are redeemable only from the receiver or are they transferable?

Here in case of the transferability I open right away a second market platform on which those which need just no new television but dear chips eat before her old one, her consumer goods notes against a reduction still to be defined can dispose.

Result:
My decision is certain: I am against the introduction of the consumer goods notes and for the distribution of 450euro-national television plus of a Home Cinema-consumption package consisting of chips, beer and lemonade for the little ones. This also starts the economic situation, the means can flow straight to the German electronics manufacturer who shifts a production plant from the Far East to Germany for it also again and the socialist thought to the avoidance of envy and envy under the population can be reduced - the same televisions for everybody. Even if otherwise absolutely apolitically I have decided to found for this the German consumption party and television party, around o.g. To move aims vigorously in the reality and am unlocked for it of course for every feedback. I am glad about comments …

>> Post in German: Konsumgutscheine - Neue Fernseher für alle!

Tschibo (PLatz 1) und Ebey (Platz 2) belegen die obersten Positionen im Medallienspiegel (Platz3) der häufigsten Tippfehler in Suchmaschienen (Platz 6) wie Goggel (Platz 4) & Co. Aus der Prominentenecke sind in dieser Highscore sowohl der Barde Buschido (Platz 7) und Frau Üpsilanti (Platz 10) vertreten. Ob es kurz vor Nikolaus einen Rutenplaner (Platz 5) geben sollte sei mal dahingestellt, jedenfalls sollte besagter Nikolaus einen Haufen Onlein Spiele (Platz 9) im Sack haben, wenn er seine Runde dreht und die Familien in ihren Immobielien (Platz 8) mit seiner Anwesenheit beglückt…

Wer die Tippfehler und weitere mehr oder weniger interessante Themen aus der Welt der Suchmaschinen (!) nachlesen will findet diese wunderschön aufbereitet auf der allseits beliebten Website bild.de.

>> Post in Englisch:To everybody - Üpsilanti one writes with Üpsilon!

Tschibo (BURST 1) and Ebey (place 2) the uppermost positions in the Medallienspiegel (place 3) of the most frequent typing mistakes in Suchmaschienen (place 6) like Goggel (place 4) book & Co. From the public figure’s corner are represented in this high score the bard Buschido (place 7) and Mrs. Üpsilanti (place 10). Whether there should be a Rutenplaner (place 5) shortly before Nikolaus is sometimes dahingestellt, in any case, aforesaid Nikolaus should have a heap Onlein Spiele (place 9) in the bag if he turns his round and makes happy the families in her Immobielien (place 8) with his presence…

Who wants to read up the typing mistakes and other more or less interesting subjects from the world of the searching machines (!) this finds wonderfully processed on the website popular everywhere bild.de.

>> Post in German: An alle: Üpsilanti schreibt man mit Üpsilon!

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